Bericht aus Südafrika
Nach unserer ersten Unterkunft in Kapstadt (8 Nächte) sind wir für 3 Nächte weiter nach Stellenbosch gezogen. Nach Kapstadt ist das die zweitälteste Stadt in Südafrika und bekannt für ihre Weinproduktion. Die Universitätsstadt ist nicht sehr groß, aber die Innenstadt gleicht einem einzigen historischen Museum. Ein sehr schöner und sauberer Ort inmitten von Hügeln und Bergen. So war auch unsere Unterkunft etwas außerhalb der Stadt auf einem Hügel mit einem traumhaften Ausblick gelegen.
Von dort aus haben wir die etwas größere Stadt Paarl erkundet. Auch sehr hübsch, aber doch arm an wirklichen Highlights. Der größte Anziehungspunkt dort ist das Afrikaanse Taalmonument. Dabei handelt es sich um ein Denkmal für die Sprache Afrikaans. Diese junge und recht einfache Sprache entstand aus einem Mix aus Niederländisch, Portugiesisch, Deutsch, Malaiisch und afrikanischen Khoisan-Sprachen.
Das Highlight an dem Tag war aber der Fallschirmsprung in der Gegend. Mitten in der Prärie lag eine Sandpiste, die als Start- und Landebahn diente. An unsere Tandem-Partner geknüpft, ließen wir uns in 10.000 Fuß aus der kleinen Propellermaschine fallen. Es war unser erstes Mal und einfach unbeschreiblich. Mit 200 Sachen rast man auf die Erde zu, bis sich der Fallschirm öffnet. Nach einem Ruck, der den freien Fall etwas abrupt beendet, schwebt man deutlich gemütlicher weiter nach unten. Dabei hat man einen grandiosen Blick auf die Umgebung. Der mächtige Tafelberg war in Sichtweite. Eine tolle Erfahrung.
Nach Stellenbosch haben wir eine Unterkunft in Fish Hoek bezogen. Das liegt auf der anderen Seite von Kapstadt an der False Bay. Von dort aus haben wir die Pinguin-Kolonie in Simons Town und das Kap der guten Hoffnung erkundet. Beides kannte ich bereits von meiner Südafrika-Reise vor 11 Jahren, aber nach so langer Zeit hat eine Auffrischung nicht geschadet.
Mein Freund Florian von Geldschnurrbart weilt zur Zeit auch in dem Ort, und wir haben morgens ein paar Jogging-Runden absolviert und beim Frühstück ausgiebig palavert.
Alle Unterkünfte waren für diese Reise etwas exklusiver ausgewählt. Wir haben auch viel Zeit "zu Hause" verbracht, weil es einfach super schön war und auch mal echter Urlaub sein sollte. Im Pool planschen, spielen, lesen, dösen.
Von meinem nächsten Stop im Stadtteil Sea Point berichte ich in der nächsten Finanzbombe. Spoiler: Ich bin in der gleichen Unterkunft wie das "Finanzgenie" Michael C. Jakob von Alle Aktien.
Falls du die letzte Finanzbombe verpasst hast...
Es gab wieder reichlich heiße Themen:
Letzte Zypern-Tickets & frisches Depot-Update |
Finanzielle Strategie trifft Community & Praxis
Das Cashflow-Event 2026 auf Zypern ist fast ausgebucht – vergünstigte Hotelkonditionen nur noch bis 31.12.
Zusätzlich habe ich mein Depot-Update November 2025 veröffentlicht – mit konkreten Entscheidungen, Analysen und allen Zahlen.
🔥 Letzte Zypern-Tickets
📊 Frisches Depot-Update
🎄 Perfekt als Weihnachtsgeschenk
📩 Lesenswert & unterhaltsam:
➡️ zur letzten Finanzbombe
Wertpapierkäufe und -verkäufe der Woche
Verkäufe:
40 Stück Magnum Ice Cream zu je 13,85 EUR
Ich habe die mir aus dem Spin Off von Unilever zugeteilten Magnum Ice Cream Aktien verkauft. Die Entscheidungsfindung ging schnell: Zahlt keine Dividende, weitere Recherche für mich persönlich unnötig, und so habe ich verkauft.
Aufgrund der steuerlichen Ausgestaltung dieses Spin Offs ist für diesen Verkauf ein ordentlicher Verlust in Höhe von 1.039,62 EUR realisiert worden. Dieser kann nun mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Meine Unilever Position war und ist weiterhin im Buchgewinn...
Den Erlös aus dem Magnum-Verkauf werde ich wohl zeitnah in weitere Anteile von Unilever stecken, um hier wieder auf das Ausgangsvolumen zu kommen.
Schauen wir einmal, was InvestingPro aktuell zu Unilever sagt:
Unilever notiert aktuell bei 55,58 EUR und wird von Analysten mit einem Konsensrating „Strong Buy“ bewertet. Die Aktie zeigt trotz kleiner Schwächen solide Fundamentaldaten – in den letzten fünf Jahren lag das Umsatzwachstum durchschnittlich bei 3,2 %, während der Gewinn pro Aktie jährlich um 1,4 % stieg.
🏢 Marktführer mit globalem Profil
Unilever ist einer der größten Konsumgüterkonzerne der Welt und in über 190 Ländern aktiv – Marken wie Dove, Knorr, Ben & Jerry’s oder Hellmann’s gehören zum Portfolio. Die operative Breite spiegelt sich in einer hervorragenden Eigenkapitalrendite von 30,2 % und einer ROIC von 16,3 % wider – beides Zeichen hoher Kapitaleffizienz.
📈 Entwicklung der letzten Jahre
Umsatz und Gewinn zeigten sich wechselhaft: Nach starkem Wachstum 2022 (+14,5 %) folgte 2023 eine leichte Korrektur (-0,8 %), 2024 lag das Wachstum wieder bei moderaten 1,9 %. Die Gewinnentwicklung war volatiler: Nach einem kräftigen EPS-Anstieg um 28,9 % in 2022 kam es 2023 zu einem deutlichen Rückgang um -14,4 % und 2024 um weitere -10,5 %. Trotzdem bleibt Unilever profitabel, die durchschnittliche Nettomarge der letzten fünf Jahre beträgt solide 12,2 %.
🚦 Chancen und Risiken im Ausblick
Potenzial 12 Monate:
- Der faire Wert laut Analysten liegt bei 60,14 EUR (+4,9 % Upside), die Analystenziele reichen bis 71 EUR. TD Cowen sieht – trotz reduzierter Wachstumsprognose für 2026 – weiterhin Luft nach oben, auch weil die Gewinnschätzungen für 2025 und 2026 erhöht wurden.
Chancen:
- Starke Marken, hohe Preissetzungsmacht
- Attraktive Dividendenrendite von 3,4 %
- Robust durch niedrige Beta (0,22) – wenig kursanfällig bei Marktschwankungen
Risiken:
- Hohe Verschuldung: Debt/Equity bei 160,3 %
- Kurzfristige Verbindlichkeiten übersteigen die liquiden Mittel (Warnsignal)
- Gewinn- und Margendruck bei stagnierendem Umsatz
🍦 Spin-Off Magnum Ice Cream: Fluch oder Segen?
Der geplante Spin-off der Eissparte (u. a. Magnum) ist kurzfristig ein zweischneidiges Schwert:
- Positiv: Fokus auf margenstärkere Kerngeschäfte, weniger Komplexität. Analysten erwarten eine Steigerung des Gewinns pro Aktie dank geringerer Aktienanzahl und höherer Effizienz.
- Negativ: Das Wachstumstempo für 2025/26 wird etwas gebremst – TD Cowen senkte die Prognose auf 3,5 – 3,8 %.
- Die Ben & Jerry’s Auseinandersetzung mit Magnum wirft zusätzliche Unsicherheiten auf, scheint aber strategisch für Unilever verkraftbar.
🧭 Fazit: Stabiler Value-Player mit vorsichtigem Optimismus
Unilever bleibt ein defensiver Value-Titel mit starker Dividende und hoher Kapitalrendite. Herausforderungen bei Wachstum und Verschuldung bestehen, doch der Fokus auf margenstarke Segmente und die Konsolidierung könnten für frischen Schwung sorgen. Der Ice Cream Spin-Off ist strategisch sinnvoll, aber kurzfristig mit Wachstumsdelle verbunden.
Apropos InvestingPro:
Zuletzt habe ich hier in der Finanzbombe öfter über die InvestingPro-Abos berichtet. Dort kannst du also noch mal ganz genau nachlesen, was dieses Angebot zu einem echten Kracher macht. Am Ende ist es aber das Gesamtpaket aus ProPicks, WarrenAi, Pro Research, Fair Value, Quality Checks, Screener, Ideas Tab und Datenexport, das zu diesem Preis schlicht unschlagbar ist.
Zum Black Friday war der Rabatt sogar noch einmal etwas erhöht - aber immerhin gibt es nun auch einen Christmas-Sale mit einem tollen Rabatt.
👉 Derzeit können InvestingPro-Abos bis zu 70 % vergünstigt erworben werden.
Käufe:
Keine.
Informationen über hoch ausschüttende Wertpapiere: